Eidgenössisches Schwing- und Älplerfest

(Bild: Barbara Loosli)
(Bild: Barbara Loosli)

Achterbahn der Gefühle bei fünfter ESAF-Teilnahme

 

Nach dem dürftigen Auftritt am Bernisch Kantonalen Schwingfest in Münsingen stiegen die Freude und auch die Nervosität auf die fünfte Teilnahme an einem Eidgenössischen Schwingfest von Tag zu Tag. In den letzten zwei Wochen vor dem grossen Saisonhighlight konnte ich beschwerdefrei trainieren und mich so optimal vorbereiten. 

 

Bereits am Freitag Mittag startete ich meine Reise in die Zentralschweiz. Nach einer gemütlichen Fahrt mit meinem Bruder Damian in Zug angekommen, galt es das Material in der Garderobe und in der Unterkunft zu deponieren und einzurichten. Auch ein kurzes Schnuppern der Atmosphäre in der Arena lag noch drin. Die Vorfreude war riesig.  

 

Tag 1

Um 04.50 Uhr klingelte der Wecker und die Anspannung stieg stetig an. Nach kurzer Fahrt mit dem Fahrrad zur Garderobe wurde gemeinsam mit den anderen Bernern gefrühstückt. Nach einem guten Aufwärmen und dem imposanten Einmarsch folgte bereits der erste Gang. Gegen Tobias Krähenbühl startete ich mit einem Plattwurf optimal in den Wettkampf. Vor dem Mittag wartete mit Armon Orlik einer der Topfavoriten auf den Königstitel auf mich. Nach einer guten Chance meinerseits, ging der Sieg aber 90 Sekunden vor Ablauf der Zeit an Armon. Trotz der Niederlage war ich mit der gezeigten Leistung am Vormittag zufrieden und motivierte mich für die kommenden Gänge. Am Nachmittag verlor ich leider etwas den Fokus und musste die beiden Gegner Marco Rohrer und Adrian Steinauer stellen. Mit einem einzigen Sieg am ersten Tag war ich nicht zufrieden und wusste, dass ich am Sonntag meine Leistung steigern muss, um das Ziel vom zweiten Eidgenössischen Kranz noch erreichen zu können. Ich versuchte den enttäuschenden Nachmittag zu vergessen und nach vorne zu blicken.

 

Tag 2

Nachdem ich rund acht Stunden gut geschlafen hatte, startete ich angespannt und motiviert in den zweiten Wettkampftag. Die Ausgangslage war klar, ich musste angreifen und hatte nichts zu verlieren. In Gang 5 traf ich zum ersten Mal auf Roger Bürli und konnte diesen bereits im zweiten Zusammengreifen bezwingen. Auch gegen Ueli Rohrer kam ich nach kurzer Gangdauer zur dritten Maximalnote. Im siebten Gang reichte ich Alex Schuler die Hand. Beide hatten wir eine ähnliche Ausgangslage und wir agierten recht passiv. Die Folge war ein weiterer Gestellter. Vor dem achten Gang wusste ich, dass ein Sieg her muss. Mit Shane Dändliker erwartete mich ein starker Nordostschweizer. Etwa nach drei Minuten erwischte mich Shane unglücklich am Kopf, so dass mir kurz schwarz vor Augen wurde. Trotzdem wollte und konnte ich den Gang fortsetzten und ihn nach einer weiteren Minute platt bezwingen. Der zweite Eidgenössische Kranz war Tatsache, die Freude riesig und die Tränen flossen. 

 

Nach einigen Minuten der Erholung stand mein Seeländer Kollege Dominik Roth im Einsatz. Genau wie ich musste auch bei ihm für den Kranzgewinn ein Sieg her. Doch bereits nach wenigen Sekunden platzte leider sein Traum und ich versuchte ihn zu trösten. Auch mir ging seine Niederlage sehr nahe, hatte er doch über die zwei Tage eine hervorragende Leistung gezeigt. Sein Kranzgewinn wäre hochverdient gewesen. Lieber Nicu, ich weiss wie es ist den Kranz am ESAF zu verpassen. Von allen Seiten hört man Sprüche wie "du bist ja noch jung" oder "Kopf hoch". Diese nett gemeinten Worte helfen in der Regel nicht den Schmerz über den verpassten Kranz zu lindern. Trotzdem, sei stolz auf das Erreichte und arbeite so weiter wie bisher. Ich glaube an dich! Noch bevor die Tränen der Enttäuschung getrocknet waren, startete der Schlussgang mit Christian Stucki und Joel Wicki. Als Teamkollege durfte ich diesen Gang hautnah vom Platzrand miterleben. Als Chrigu im zweiten Zusammengreifen sich und unserem Berner-Team den Königstitel sicherte, brachen die Dämme ein weiteres Mal. Ich hatte die Ehre den frischgebackenen König gemeinsam mit Philipp Roth in die Höhe zu stemmen. Ein unbeschreibliches Gefühl. Was danach auf und vor der Berner-Tribüne abging, war unglaublich und unvergesslich. Mit der Rangverkündigung und der Krönung des neuen Königs und der Kranzgewinner ging der offizielle Teil in der Arena zu Ende. Nach dem Fussmarsch in den Gabentempel und vielen Gratulationen später durfte ich die wunderbaren Preise bestaunen. Ich habe mir schliesslich einen Tisch und einen Eckbank vom Eckbank-Center Bieri in Cham ausgesucht. Herzlichen Dank für die tolle Ehrengabe. Anschliessend ging es ins Zelt „Stanserhorn“ wo die Berner-Party bereits am laufen war. Besten Dank den Berner Raiffeisenbanken für die tolle Feier, welche wir Schwinger gemeinsam mit hunderten Leuten feiern durften. 

 

Am Montag Abend wurde in Lengnau weitergefeiert. Die Delegation aus dem Seeland wurde offiziell empfangen und gefeiert. Es war schön zu sehen, wie viele Menschen wegen uns angereist waren. Am Dienstag ging es am grossen Königsempfang in Lyss weiter. Zusammen mit den anderen Berner Kranzgewinner durfte ich am Umzug teilnehmen und durch die eindrückliche Menschenmenge laufen. Ich freute mich über die zahlreichen bekannten Gesichter. Nun konnte ich mich ein weinig erholen und war heute bereits wieder auf dem Eis im Einsatz. 

 

Zum Schluss gratuliere ich dem ganzen Berner-Team für die grossartige Leistung mit vielen Kränzen. Speziell natürlich meinem Teamkollegen und neuem Schwingerkönig Christian Stucki. Den Titel hast du dir enorm verdient! Auch unserem jüngsten Seeländer Mathieu Burger gratuliere ich zu seiner unglaublich starken Leistung an seinem ersten ESAF. Sagenhaft was du im Alter von 17 Jahren geleistet hast. Dem Betreuerteam des BKSV danke ich ganz herzlich für die umfassende Unterstützung. Eindrücklich was alles für uns gemacht wurde, ohne euch wären wir nicht da wo wir sind! Auch meinen Sponsoren Haushaltsgeräte Aarberg, W. Hügli Elektro AG, Arseli Merino und Söhne AG, AXA Hauptagentur Lyss, Autobahn-Garage Zwahlen & Wieser AG und Carrosserie J. Känel Aarberg danke ich für die Unterstützung, sie standen während der ganzen schwierigen Saison hinter mir. Der Dank geht auch an meine Freundin Bettina, die Familie und mein ganzes Umfeld. Es war nicht immer einfach mit mir in dieser Saison. Schön zu wissen wie viele Leute hinter mir stehen.

 

Dankbare Grüsse

Florian

Bernisch-Kantonales Schwingfest

gegen Richard Tschanz (Bild: Corinne Burren)
gegen Richard Tschanz (Bild: Corinne Burren)

Missglückte Hauptprobe

 

Auf Grund einer kleinen Verletzung an der Hand, welche ich mir auf dem Brünig zugezogen habe, musste ich schweren Herzens auf das Heimfest auf dem Bözingenberg verzichten. Die Heilung verlief aber gut, so dass ich letzten Sonntag zuversichtlich nach Münsingen reiste.

 

Mit einem Gestellten gegen Martin Rolli startete ich zwar nicht optimal ins Fest, doch war noch alles offen.  Mit zwei Siegen am Vormittag gegen Ivan Camenzind und Richard Tschanz konnte ich den Anschluss an die Spitze wahren und war motiviert für die zweite Tageshälfte. 

 

Nach dem Mittag erwartete mich der Oberländer Eidgenosse Niklaus Zenger. Meine Ideen und Pläne, welche ich vor dem Gang hatte, konnte ich aber leider nicht umsetzten und agierte zu verhalten. Ein Gestellter mit der Note 8.75 war die Folge. So mussten also zum Schluss noch zwei Siege her. Gegen Andy Mösching gelang mir dies im fünften Gang nach relativ kurzer Gangdauer. Zum Schluss hiess mein Gegner Florian Aellen. Mein Problem war leider das selbe wie bereits im ersten und im vierten Gang. Ich konnte meine Schwünge nicht durchziehen und musste mir den dritten Strich auf mein Notenblatt notieren lassen. So fehlte mir zum Schluss ein viertel Punkt für den Kranz. 

 

Die Enttäuschung über meine Leistung war gross. Die Freude über den starken Auftritt meines Burders Damian war aber noch grösser. Dass er den Wettkampf als bester "Nicht-Kranzer" abschloss macht mich sehr stolz. Nochmals herzliche Gratulation!

 

Nun beginnt der Weg nach Zug. Ich freue mich riesig auf meinen fünften ESAF-Auftritt und setze nun alles daran um gut vorbereitet und ausgeruht nach Zug zu reisen.

 

Liebe Grüsse

Florian

Brünig-Schwinget

gegen Marco Lussi (Bild: Barbara Loosli)
gegen Marco Lussi (Bild: Barbara Loosli)

Konditionstraining im Regen

 

Bei sehr garstigen Wetterverhältnissen reiste ich gestern früh auf die Brünig Passhöhe. Voller Tatendrang freute ich mich trotzdem sehr auf das spezielle Bergfest. Im ersten Gang griff ich mit René Suppiger zusammen. Mit seiner Griffweise kam ich aber überhaupt nicht klar und ohne grosse Taten von beiden Seiten trennten wir uns nach sechs Minuten wieder. Weiter ging es im Regen gegen Rainer Betschart. Bereits im zweiten Grifffassen konnte ich ihn mit einer Kombination aus Übersprung und links Kurz platt auf den Rücken legen. Mit gestärktem Selbstvertrauen konnte ich anschliessend auch Marco Lussi am Boden bezwingen. 

 

Nach dem Mittag sollte es aber leider nicht mehr so weitergehen. Gegen Marcel Mathis, Marco Fankhauser und Lario Kramer fehlten mir die Ideen und die Überzeugung, weshalb ich schlussendlich im 14. Rang klassiert war. Ich bin mit meiner Leistung sicherlich nicht zufrieden, kann aber aus den Gängen vom Vormittag auch positives mitnehmen. 

 

Dank Dominik Roth gab es aber am Abend doch noch etwas zu feiern. Nachdem meinem Seeländer Kameraden in Vergangenheit immer wieder ein Vierteli fehlte, schwang er gestern sehr überzeugend und war bereits nach fünf Gängen kranzsicher. Bravo Nicu, das hast du dir mehr als verdient!

 

Nächsten Samstag findet auf dem Bözingenberg unser Klubschwinget statt und ich freue mich auf zahlreiche Zuschauer!

 

Bis dann! 

Florian

Weissenstein-Schwinget

Mit Kranz auf dem Kopf und Bielersee im Hintergrund. (Bild: Corinne Burren)
Mit Kranz auf dem Kopf und Bielersee im Hintergrund. (Bild: Corinne Burren)

Zweiter Weissenstein-Kranz

 

Seit dem Schwarzsee Schwinget waren drei Wochen vergangen, in welchen ich gut und intensiv trainieren konnte. Nachdem ich zudem in der letzten Woche mehrere schöne Tage auf dem Bielersee verbracht habe, konnte ich am Samstag erholt auf den Weissenstein reisen. 

 

Mein erster Gegner, Michael Bless, konnte ich vor zehn Jahren am Lichtmess Schwinget zum letzten Mal bezwingen. Seither trennten wir uns mehrere Male ohne Resultat. Nachdem Michael in den ersten Minuten etwas aktiver war, konnte ich ihn am Boden bezwingen. Dieser Startsieg motivierte mich für die weitern Kämpfe und ich wollte im zweiten Gang gegen Dominik Oertig nachdoppeln. Über die ganze Gangdauer agierte ich zu verhalten und ideenlos. Kurz vor Schluss musste ich mir schliesslich das Sägemehl vom Rücken putzen lassen. Der letzte Gegner vor dem Mittag hiess Marcel Kropf. Intensive sechs Minuten brachten aber keinen Sieger hervor und der Gang endete gestellt. Somit musste ich am Nachmittag aufdrehen. 

 

Mit Remo Stalder wartete im vierten Gang ein weiterer Eidgenosse auf mich. Nach etwas mehr als zwei Minuten konnte ich ihn mit einem inneren Hacken auf den Rücken bringen. Auch Reto Leuthard bezwang ich nach kurzer Gangdauer im fünften Gang. Somit brauchte ich einen abschliessenden Sieg gegen Michael Steiner, um mir den Kranz definitiv zu sichern. Mit einem Knietätsch brachte ich Michael zu Boden und konnte ihn dort überdrücken. 

 

Somit resultierten am Abend 57 Punkte auf meinem Notenblatt, was zum 3. Schlussrang reichte. Ich bin mit diesem Resultat sehr zufrieden. Der ganze Tag bereitete mir grosse Freude, was auch an der tollen Berner Mannschaft lag. Ich gratuliere allen zur tollen Leistung! Meinem Seeländer Kollegen Dominik Roth wünsche ich in Zukunft die nötigen „Vierteli“. Denn bereits zum vierten Mal in diesem Jahr verpasste er die Kranzränge um genau diesen viertel Punkt. 

 

Liebe Grüsse und bis nächsten Sonntag auf dem Brünig! 

Schwarzsee-Schwinget

gegen Lario Kramer (Bild: Corinne Burren)
gegen Lario Kramer (Bild: Corinne Burren)

Ein weiterer Schritt vorwärts am Schwarzsee-Schwinget

 

Nachdem ich mich vom Schwingfest in Zuchwil erholt hatte, freute ich mich auf mein erstes Bergkranzfest in diesem Jahr. Zwar waren die verpassten Trainings und Schwingfeste der vergangenen Wochen noch nicht aufgeholt, doch fühlte ich mich Tag für Tag besser. Bei herrlichem Sonnenschein reiste ich so früh morgens an den Schwarzsee. Im Anschwingen bekam ich es mit Lario Kramer zu tun, welchen ich bisher immer besiegen konnte. Rasch merkte ich aber, dass ein Sieg gegen ihn heute schwierig wird. Mir fehlten das Selbstvertrauen und die Ideen um ihn zu bezwingen. So trennten wir uns nach 6 Minuten ohne Entscheidung. 

 

Im zweiten Gang stand mir Thomas Koch gegenüber. Ich griff etwas überzeugter an als noch im ersten Gang. Nach etwas mehr als zwei Minuten konnte er einer dieser Angriffe auskontern und ich musste mich geschlagen geben. Da ich mich aber nach wie vor fit fühlte, liess ich den Kopf nicht hängen und die Chancen auf meinen 9. Schwarzsee-Kranz waren noch intakt. Mit drei aufeinander folgenden Maximalnoten gegen Quentin Hayoz, Florian Minder und Augustin Brodard lag sogar wieder ein Spitzenplatz drin. Da die Leistungen der ganzen Berner Mannschaft bärenstark waren, mussten um den Kranz diverse Berner-Paarungen gemacht werden. Auch ich bekam es mit Curdin Orlik mit einem Teamkollegen zu tun. Curdin hatte den Kranz bereits auf sicher. Wir beide agierten zu passiv und trennten uns ohne Resultat. So musste ich zum ersten Mal ohne Kranz aus dem Schwarzsee nach Hause reisen. 

 

Die Tatsache das ich langsam wieder etwas überzeugter schwingen kann stimmt mich sehr zuversichtlich. Ich verspüre nach wie vor keine Schmerzen und werde in den nächsten schwingfestfreien Wochen alles daran setzen, um wieder gut in Form zu kommen. Spätestens am Weissenstein Schwinget werde ich wieder ins Wettkampfgeschehen eingreifen. 

 

Bis dann

Florian

Solothurner Kantonal Schwingfest

Familienausflug bei Rückkehr ins Sägemehl

 

Nach fünf langen Wochen durfte ich gestern am Solothurner Kantonal Schwingfest wieder ins Wettkampfgeschehen eingreifen. Die Vorbereitung war sicherlich nicht optimal, da ich nach meinem Schleudertrauma und der Gehirnerschütterung erst vergangenen Mittwoch das ok der Ärzte erhielt und so nur ein richtiges Schwingtraining absolvieren konnte. Ich fühlte mich aber gut und war seit mehr als zwei Wochen beschwerdefrei. Trotzdem war eine gewisse Unsicherheit dabei, als ich am Morgen nach Zuchwil fuhr. Besonders an diesem Wettkampf war auch, dass mein Bruder Damian der einzige Teamkollege des SK Biel war. Wir wollten beide den zahlreichen Unterstützer aus dem Seeland gute Leistungen zeigen. 

 

Meine Unsicherheit war aber im ersten Gang gegen Nick Alpiger zu stark zu spüren. Schon nach kurzer Gangdauer musste ich mir daher das Sägemehl von den Schultern wischen lassen. Da ich aber keine Schmerzen verspürte, war die Enttäuschung über die Niederlage nicht sehr gross und ich konnte im zweiten Gang gegen Lukas Döbeli voll angreifen. Gegen den jungen Aargauer reichte dies aber leider nicht und ich musste mir eine 9 aufs Notenblatt schreiben lassen. Vor dem Mittag konnte ich schliesslich noch gegen Manuel Hasler mit der Maximalnote gewinnen. So lag ich zur Mittagspause auf Rang 9 mit 27.50 Punkten, genau wie mein Bruder Damian. Für beide waren die Chancen auf einen Kranz also noch intakt. 

 

Nach der Mittagspause griff ich in der Eishalle von Zuchwil mit Samuel Schmid zusammen. Auch ihn konnte ich platt besiegen. Gegen Stephan Studinger fand ich im fünften Gang leider wieder kein Rezept. So waren Damian und ich vor dem letzten Gang beide auf Rang 9 mit 46.25 Punkten. Beide mussten wir also für den begehrten Kranz gewinnen. Damian war zuerst an der Reihe, musste sich aber in der letzten Minute gegen den Teilverbandskranzer Willi Schillig geschlagen geben. Ich versuchte es wenig später gegen Andrj Gerber besser zu machen. Ebenfalls erst kurz vor Schluss konnte ich ihn bezwingen und so meinen ersten Solothurner Kranz gewinnen. 

 

Auf Grund der Verletzungspause bin ich mit meiner Leistung zufrieden und froh, dass ich keine Beschwerden hatte. Ich freue mich auch sehr über die Leistungen meines Bruders, mit etwas mehr Glück wird auch er sich bald seinen ersten Kranz aufsetzten lassen können. Für mich geht es in einer Woche bereits weiter mit dem Bergschwingfest im Schwarzsee.

 

Bis bald!

Florian

Absage Seeländisches und Mittelländisches

Die Arena in Lyss
Die Arena in Lyss

Liebe Freunde, liebe Schwingerfans

 

Leider muss ich mich auch für das Seeländische Schwingfest vom Sonntag abmelden. Heute wurde ich in der Schulthess Klinik Zürich einer gründlichen Untersuchung unterzogen. Der aktuelle Befund lautet Schleudertrauma und Hirnerschütterung. Daher kann ich leider dieses Jahr zum ersten Mal seit 2004 nicht am Seeländischen teilnehmen. Ich werde meine Kammeraden aber sicher vor Ort unterstützen.

 

Nächste Woche werde ich zwei weitere Tage in Zürich verbringen um die restlichen Abkläungen zu tätigen und bereits mit der Reha zu beginnen.

 

Ich hoffe möglichst bald wieder im Sägemehl stehen zu können, werde mir aber die nötige Zeit für die Heilung nehmen. Ich danke auch allen für die zahlreichen Genesungswünsche!

 

Liebe Schwingergrüsse

Florian

 

Update: Auch auf eine Teilnahme am Mittelländischen Schwingfest in Neuenegg muss ich leider verzichten. Die abschliessenden Untersuchungen in Zürich ergaben, dass ich lediglich an einer leichten Hirnerschütterung und einem leichten Schleudertrauma leiden. Das Ziel ist, am Solothurner Kantonalen Schwingfest in Zuchwil wieder in die Hosen zu steigen. 

Absage Berner Jurassisches

Im Verlaufe der letzten Tage bekam ich stetig stärker werdende Kopfschmerzen. Nachdem sich der Verdacht einer hartnäckigen Grippe nicht bestätigt hat, begab ich mich zum Arzt, welcher ein Schleudertrauma diagnostizierte. Somit muss ich mich leider fürs Berner Jurassische Schwingfest in Péry abmelden. 

 

Ich hoffe, dass ich das Training baldmöglichst wieder aufnehmen kann. 

Emmentalisches Schwingfest Zäziwil

gegen Reto Fankhauser (Bild: Corinne Burren)
gegen Reto Fankhauser (Bild: Corinne Burren)

Start in die Kranzfestsaison 2019

 

Nachdem ich in den vergangenen Monaten intensiv im Kraftraum und im Schwingkeller trainiert habe freute ich mich, dass nun endlich ernst galt. Nach der Absage des Wislisau-Schwingets fehlte mir aber noch etwas die Wettkampfpraxis und ich wusste, dass ich noch nicht vollkommen bereit war. Zwar startete ich am Hallenschwinget in Büren und am Hallenschwinget Bolligen, doch ist dies nicht ganz mit einem Kranzfest unter freien Himmel zu vergleichen.

 

Mit Kilian Wenger erwartete mich im ersten Gang ein altbekannter Gegner. Wir riskierten beide nicht viel und trennten uns nach 6 Minuten wieder ohne Entscheidung. Nach zwei Siegen ohne Maximalnote gegen Reto Fankhauser und Christian Hadorn konnte ich wieder Boden gut machen. Nach der Mittagspause wurde ich gegen den jungen Thomas Inniger eingeteilt. Um noch ein Wörtchen mit der Entscheidung um den Tagessieg mitzureden musste eine Maximalnote her. Trotz vielseitiger Angriffe von meiner Seite gelang es mir nicht, ihn auch nur in Bedrängnis zu bringen. So wurde bereits der zweite Gestellte auf meinem Notenblatt notiert. Mit einem Plattwurf gegen Jonas Michel und einem abschliessenden Sieg gegen Florian Aellen resultierten schliesslich 57 Punkte auf meinem Notenblatt. Dies reichte zum Rang 4b und zum ersehnten Kranzgewinn. 

 

Nachdem ich mich wieder aufgewärmt hatte, begann bereits die Regeneration. Denn schon am nächsten Sonntag werde ich am Berner Jurassischen Schwingfest wieder in die Hosen steigen. 

 

An dieser Stelle gratuliere ich allen Seeländern zur guten Teamleistung und unserem Teamleader Christian Stucki wünsche ich gute und rasche Genesung!

Saisonplanung fürs ESAF-Jahr

Auch ich habe meine Saisonplanung 2019 erstellt. Ich freue mich besonders auf die Teilnahme am Solothurner-Kantonalen Schwingfest in Zuchwil sowie natürlich auf den Saisonhöhepunkt in Zug. 

 

An weiteren Regionalfesten werde ich wie immer spontan teilnehmen.

 

Ich freue mich auf eine weitere Saison im Sägemehl!

 

Liebe Grüsse

Florian

 

Rückblick, Ausblick und neue Zusammenarbeit

Vor der Saison 2018 habe ich mir verschiedene Ziele gesteckt. Ich wollte den Kranz am Innerschweizerischen erkämpfen und somit die Berg- und Teilverbandskränze komplettieren, konstante Leistungen über die ganze Saison erbringen und vor allem gesund bleiben.

 

Die Saison begann für mich sehr gut und ich konnte mit dem Neuenburger und dem Berner-Jurassischen gleich zwei der ersten vier Kranzfeste gewinnen. Auch mit den jeweils zweiten Rängen am Oberländischen, am Seeländischen  und am Schwarzsee war ich sehr zufrieden. Am Innerschweizerischen spielten mir dann teilweise die Nerven einen Streich und ich konnte nicht mein ganzes Potential ausschöpfen. Umso grösser war die Freude, dass es gerade noch für den letzten Kranzrang gereicht hat. Die Leistungen auf dem Brünig und am Berner Kantonalen waren dann wieder gut und zufriedenstellend.

 

Die Saison ging für mich am 19. August mit dem Schwägalp-Schwinget zu Ende. Mit der im zweiten Gang erlittenen Meniskus-Verletzung leider nicht so wie erhofft. Bei der Operation wurde ein Teil des Meniskus entfernt und auch am Knorpel ein kleines Stück abgeschliffen. Nach einer Woche begann die Physiotherapie und das Knie ist schon wieder gut belastbar. Während meiner Reha-Zeit gab es auch schöne Nachrichten, so brachte meine Kuh Diana ein gesundes Kuhkalb zur Welt. Die kleine Blenka geniesst die schönen Herbsttage bereits in der Weide.

 

Bereits Morgen startet die Vorbereitung für die Saison 2019. Ich freue mich auf einen weiteren harten Winter mit vielen neuen Herausforderungen. Nach 13 Jahren Kraft- und Konditionstraining mit Filippo Larizza, habe ich mich entschlossen, eine neue Herausforderung zu suchen. Mit dem Team von Tatkraft um Andreas Lanz habe ich diese auch gefunden und freue mich auf viele Schweissperlen. Ich möchte mich bei Filippo ganz herzlich bedanken. Die unzähligen Stunden und die unzähligen Trainings haben mich stets gefordert, gefördert, weitergebracht und mich zu dem gemacht was ich heute bin. Die vielen Erlebnisse werde ich noch lange in Erinnerung halten und dir ewig dafür dankbar sein.

 

So, nun gilt es ernst. Das ESAF steht vor der Tür und ich freue mich schon jetzt auf die kommende Saison.

Schwägalp-Schwinget

Bild: Rolf Eicher
Bild: Rolf Eicher

Verletzung zum Saisonende

 

Bereits am späten Samstag Nachmittag reiste ich ins schöne Toggenburg, um mich auf das letzte Kranzschwingfest der Saison vorzubereiten. Bei herrlicher Morgenstimmung griff ich schliesslich am Sonntag früh mit Raphael Zwyssig zusammen. Noch vor zwei Wochen waren wir zusammen auf dem Bielersee, doch nun versuchte ich ihn auf den Rücken zu legen. Ich war jedoch zu zurückhaltend und ideenlos, so dass wir uns ohne Entscheidung trennten. Im zweiten Gang konnte ich dann Hannes Bühler nach wenigen Minuten platt bezwingen. Bei diesem Sieg verletzte ich mich aber leider am rechten Knie. Trotzdem versuchte ich es noch weiter mit Tape und etwas Schmerzmittel. Im dritten Gang gegen Marcel Mathis geschah während den vollen 6 Minuten nichts bis gar nichts. Ich hatte kein Vertrauen in mein Knie und Marcel agierte auch zurückhaltend. Im vierten Gang gegen Pirmin Gmür spürte ich mein verletztes Knie zu sehr, so dass ich erneut nicht angreifen konnte und wiederum die Punkte teilen musste. So musste ich mir leider eingestehen, dass weiterschwingen keinen Sinn mehr machte.

 

Die Untersuchungen im Salem-Spital Bern ergaben einen Meniskusriss, welcher bereits am Freitag operiert werden muss. Somit ist meine Saison vorzeitig beendet.

 

Einen Saisonrückblick und einen Ausblick Richtung Zug 2019 werdet ihr in den kommenden Wochen lesen können.

 

 

Liebe Grüsse

Florian

Bözingenberg-Schwinget und Berner-Kantonales Schwingfest

Bild: Corinne Burren
Bild: Corinne Burren

In den beiden Wochen nach dem Brünig genoss ich einige freie Tage auf dem Bielersee, unter anderem auch mit Raphael Zwyssig. Raphael verband nämlich seine Teilnahme am Bözingenberg-Schwinget mit einem Kurzurlaub mit seiner Familie im schönen Seeland. An ebendiesem Schwingfest konnte ich nicht die gewünschte Leistung abrufen. So stellte ich gegen Philipp Roth und Martin Rolli und verlor im Schlussgang gegen den überlegenen Christian Stucki. 

 

Am vergangenen Sonntag wollte ich am Berner Kantonalen Schwingfest in Utzenstorf wieder mein ganzes Können zeigen. Im ersten Gang gegen Nick Alpiger fühlte ich mich aber etwas energielos und so konnte mich Nick nach wenigen Minuten mit einem Fussstich überraschen. Seit meiner letzten Startniederlage an einem Kranzfest sind bereits etliche Jahre vergangen. Doch ich liess mich nicht aus dem Konzept bringen und siegte gegen Philipp Aellen und Kilian Wyss vor dem Mittag mit zwei Plattwürfen. Im vierten Gang erwartete mich der starke Kilian von Weissenfluh. Ich agierte während der ganzen Gangdauer zu ideenlos und so trennten wir uns ohne Entscheidung. 

 

So mussten in den letzten zwei Gängen noch zwei Siege her, damit ich das begehrte Eichenlaub auf sicher hatte. Mit zwei relativ schnellen Resultaten gegen Adrian Gäggeler und Niklaus Wüthrich, hatte ich schliesslich 57.25 Punkte auf meinem Konto und reihte mich im Rang 4c unter die Kranzgewinner. 

 

Nach dem missglückten Start bin ich mit dem Ergebnis mehr als zufrieden. Sehr grosse Freude habe ich auch an meinem Preis. Ein grosser und wunderschöner Scherenschnitt von Esther Gerber, gespendet vom Schwingklub Kirchberg, ziert nun meine Wohnzimmerwand. Herzlichen Dank für diese einmalige Ehrengabe!

 

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge durfte ich die Zeremonie zum Rücktritt von Matthias Sempach miterleben. Lachend deshalb, weil wir bis heute viele tolle Momente zusammen erleben durften. Sei es in der Rekrutenschule in Magglingen, an den unzähligen Schwingfesten oder in den zahlreichen gemeinsamen Trainings. Lieber Mätthu, du wirst fehlen und eine grosse Lücke hinterlassen. Ich wünsche dir und deiner Familie nur das Beste und vor allem gute Gesundheit.

 

Kameradschaftliche Schwingergrüsse

Florian

Brünig-Schwinget

Bild: Rolf Eicher
Bild: Rolf Eicher

Erfolgreicher Vormittag auf dem Brünig

 

Nachdem ich den Brünig-Schwinget in den letzten beiden Jahren verletzungsbedingt verpasst habe, freute ich mich bereits seit Tagen wie ein kleines Kind auf das Bergfest. Die wie immer sehr frühe Anreise bei wundervollem Wetter steigerte die Vorfreude noch mehr. Beim ersten Betreten der eindrucksvollen und prall gefüllten Naturarena war ich bereits fokussiert auf meinen ersten Gang. Der Gegner hiess Roger Erb. Da ich ihn bei den bisherigen Treffen jeweils besiegen konnte, war ich überzeugt, dass ich auch heute gewinnen kann. Roger hat aber in der vergangenen Woche auf dem Weissenstein eine überragende Leistung gezeigt und war nicht zu unterschätzen. Nach etwas Abtasten in den ersten Minuten konnte ich ihn erneut bezwingen. Auch der zweite Gegner war ein Nordwestschweizer, namentlich Marcel Mangold. Auch ihm konnte ich nach kurzer Gangdauer das Sägemehl vom Rücken wischen. Im dritten Gang wurde mir Andi Imhof zugeteilt. Vor einigen Wochen griffen wir am Innerschweizerischen Schwingfest in Ruswil zusammen und trennten uns ohne Resultat. Heute hatte ich aber nichts zu verlieren und griff daher von Beginn weg an. Mein aktives Agieren wurde belohnt und mein Sieg wurde vom Berner Publikum mit tosendem Applaus belohnt. Solche Gänsehautmomente machen den Brünig zu dem was er ist. 

 

Nach dem Mittagessen wollte ich natürlich das Gezeigte vom Vormittag fortsetzen. Doch gegen Benji von Ah fand ich kein Rezept und war leider zu passiv. Mit Spannung erwartete ich dann den Kampf gegen Joel Wicki. Beim ersten Grifffassen konnte ich seinen Griff sprengen und ins Kreuz greifen. So konnte Joel seinen Kurz nicht ansetzen und ich wartete auf meine Chance. Nach etwa vier Minuten wurde ein halbherziger Versuch meinerseits abgewehrt und wir mussten neu Grifffassen. Joel zog sofort Kurz und brachte mich im Nachdrücken auf den Rücken. Die zweite Saisonniederlage war Tatsache und sehr schade. Mit einem Sieg über den Berner Verbandskollegen Valentin Steffen sicherte ich mir doch noch das Eichenlaub des 125. Brünig-Schwingets. 

 

Auch am zweiten Bergfest in diesem Jahr habe ich eine sehr gute Ausgangslage verspielt und konnte nicht das Maximum herausholen. Natürlich freue ich mich trotzdem über meinen 90. Kranz, bin mit meiner Leistung jedoch nur teilweise zufrieden.

 

Am kommenden Samstag findet nun unser Klub-Schwingfest auf dem Bözingenberg statt. Bei wunderbarer Sicht auf den Bielersee werden sowohl Jung- als auch Aktivschwinger ihr Können zeigen. Ich freue mich auf viele Besucherinnen und Besucher!

 

Liebe Grüsse

Florian

Innerschweizerisches Schwingfest

Bild: Rolf Eicher
Bild: Rolf Eicher

Komplettierung der Berg- und Teilverbandskränze

 

Bereits 88 Kränze konnte ich mir bisher erkämpfen, doch noch nie konnte ich mich an einem Innerschweizerischen Schwingfest krönen lassen. Bereits vor einem Jahr startete ich am ISAF in Alpnach und hatte die Möglichkeit, meine Kranzsammlung zu komplettieren. Doch damals verletzte ich mich bereits im ersten Gang. Das Ziel war also klar und die Anspannung daher ungewohnt gross. 

 

Bei wunderbarem Wetter und grosser Vorfreude kam ich am Sonntag früh in Ruswil an. Die Nervosität war im ersten Gang gegen Sven Schurtenberger deutlich zu spüren. Zwar versuchten wir beide zu reüssieren, doch reichte es lediglich zu einem Gestellten. Mit zwei Maximalnoten gegen Ivan Rohrer und Thomas Hurschler fand ich mich zur Mittagspause wieder an der erweiterten Ranglistenspitze. 

 

Marco Fankhauser war mein vierter Gegner. Er agierte defensiv sehr gekonnt und ich fand leider kein Siegesrezept. Gegen den Eidgenossen Andi Imhof hiess es dann verlieren verboten. Denn mit einer Niederlage wären die Kranzträume dahin gewesen. Aufgrund dessen fehlte mir wohl etwas der Mut und ich griff erst gegen Ende des Ganges an. So musste ich mir einen weiteren Gestellten aufs Notenblatt schreiben lassen. Mit einer Maximalnote im letzten Gang gegen Martin Bättig sollte es aber doch noch reichen. Doch die ungewohnte Nervosität machte mir beinahe einen Strich durch die Rechnung. Aber eben nur beinahe, denn nach vier Minuten lag Martin Bättig platt auf dem Rücken und ich hatte somit 56.50 Punkte auf dem Konto. 

 

Nach einer gefühlten Ewigkeit hatte ich es dann schwarz auf weiss. Die 56.50 Punkte reichten gerade noch zum letzten Kranzrang und ich durfte mir den langersehnten ISAF-Kranz aufsetzen lassen. Dass sich mein Seeländer-Kamerad Christian Stucki auch noch im Rang 1a klassierte, machte den Tag perfekt! Nach 48 Jahren war es endlich wieder ein Berner der das Innerschweizerische gewinnen konnte.

 

Ich gratuliere Chrigu von Herzen zu diesem grossartigen Erfolg. Auch den beiden Co-Siegern und allen Kranzgewinnern gratuliere ich herzlich. Den zahlreich mitgereisten Fans danke ich für die tolle Unterstützung. Schön seid ihr immer dabei! Den Betreuern des BKSV danke ich ganz herzlich für die tolle Arbeit! Nun habe ich drei schwingfestfreie Wochenenden vor mir, bevor ich nach drei Jahren endlich wieder auf den Brünig zurückkehren kann. 

 

Liebe Grüsse

Florian 

Schwarzsee Schwinget

Bild: Corinne Burren
Bild: Corinne Burren

Erfolgreicher Tag am Schwarzsee -  ohne i-Tüpfelchen

 

Ich freute mich sehr, am letzten Sonntag bei schönem Wetter an den Schwarzsee zu reisen. Nach vier Jahren fand das Bergschwinget wieder an seiner Ursprungsstätte statt. Mit meinem ersten Gegner, Benjamin Gapany, hatte ich zuvor noch nie zusammengegriffen. Ich durfte den starken Südwestschweizer nicht unterschätzen und so gab es über weite Teile des Ganges ein gegenseitiges Abtasten. Meine Angriffe wurden bis kurz vor Schluss abgewehrt, bevor ich ihn doch noch auf den Rücken bringen konnte. Kaj Hügli, der Gast aus der Nordwestschweiz, war mein zweiter Gegner. Auch ihn konnte ich am Boden bezwingen. Bereits im dritten Gang sah sich das Einteilungsgericht gezwungen auf Grund der starken Berner-Mannschaftsleistung verbandsinterne Paarungen vorzunehmen. So bekam ich es mit dem schwer zu bezwingenden Stefan Marti zu tun. Auch diesen intensiven Gang konnte ich nach langem Ringen für mich entscheiden. Ich führte somit am Mittag zusammen mit Christian Gerber die Rangliste an. 

 

Ebendieser Christian Gerber war mein vierter Gegner. Erneut gelang es mir erst wenige Sekunden vor Ablauf der Zeit, Chrisitan Gerber mit einem Wyberhaken zu überlisten. Mit Thomas Sempach stand mir ein weiterer Berner gegenüber. Auch dieser Gang dauerte bis in die letzte Minute, oder besser gesagt letzte Sekunde, bevor ich meinem Gegner den Rücken abputzen konnte. 

 

Ich stand also mit 5 Siegen im Schlussgang und mir hätte sogar ein Gestellter gereicht, um das Fest zu gewinnen. Doch im Schlussgang erwartete mich ein weiterer Berner, sogar ein Seeländer. Mit Christian Stucki stand mir ein sehr gut bekannter Trainingskollege gegenüber. So war es nicht überraschend, dass die ersten Minuten aus Sicht der Zuschauer nicht riskant geschwungen wurde. Dem Kampfrichter gefiel dies nicht und wir wurden bereits nach wenigen Minuten zum ersten Mal ermahnt. Ich agierte daraufhin etwas aktiver, was Christian sofort zu seinen Gunsten nutzten konnte. So musste ich mich leider zum ersten Mal in dieser Saison geschlagen geben. Die Enttäuschung über den verpassten Sieg war in diesem Moment sehr gross. 

 

Doch sofort gilt es nach vorne zu blicken. So trete ich bereits am nächsten Sonntag am Innerschweizerischen Schwingfest in Ruswil an. Zusammen mit Matthias Sempach und Christian Stucki werde ich die Berner Farben vertreten dürfen. Ich freue mich sehr auf diesen Anlass und wünsche Euch bis dahin eine gute Woche.

 

Liebe Grüsse

Florian

Seeländisches Schwingfest

Bild: Stephanie Gerber
Bild: Stephanie Gerber

Elfter Seeländerkranz in Folge

 

Bereits am vergangenen Samstag begann für mich das Seeländische Schwingfest in Dotzigen. Bei den Jungschwingern amtete ich wie jedes Jahr als Kampfrichter und konnte so bereits das schöne Festgelände besichtigen. Am Sonntag griff ich dann gegen Patrick Schenk aktiv ins Geschehen ein. Ich schien noch nicht ganz wach zu sein, so musste ich doch einige brenzlige Situationen überstehen. Mit einem Schlungg konnte ich den Kampf doch noch zu meinen Gunsten entscheiden. Mit zwei Siegen über Patrick Gobeli und Thomas Fankhauser führte ich am Mittag gar die Zwischenrangliste an. 

 

Im vierten Gang stand mir mit Matthias Aeschbacher einer der zurzeit stärksten Nichteidgenossen gegenüber. Ich suchte  während 6 Minuten aktiv den Sieg, fand ihn aber leider nicht. Auch im fünften Gang musste ich mit Simon Anderegg die Punkte teilen. So fehlte mir ein Viertelpunkt für eine mögliche Schlussgangteilnahme. Mit einer abschliessenden Maximalnote gegen Simon Röthlisberger summierten sich meine Punkte am Ende auf 57.50. Damit landete ich auf  Rang 2b. Mit der gezeigten Leistung und dem Rang bin ich sehr zufrieden.

 

Besonders freute mich, dass ich als Preis das Rind Calanda entgegennehmen durfte, welches von der AXA Generalagentur Lyss gespendet wurde. Die Spender Reto und Ruedi Hirsbrunner sind langjährige Freunde und Sponsoren. Herzlichen Dank für den tollen Preis! Zum Abschluss des Tages verfolgte ich gemeinsam mit vielen Schwinger Freunden das stark erkämpfte Unentschieden der Schweizer Nati. Bravo und weiter so!

 

Am kommenden Sonntag geht es für mich am Schwarzsee weiter. Ich freue mich sehr, dass der traditionelle Anlass wieder in der wunderbaren Arena direkt am See stattfinden kann.

 

Zum Schluss möchte ich mich ganz herzlich bedanken: beim OK und den vielen Helfern für das tolle und gelungene Seeländische 2018, bei meiner Familie, Freunden und Bekannten für die grossartige Unterstützung, welche ich sehr zu schätzen weiss, und zum Schluss bei meinen Kameraden des Team Seeland, schön wie wir an jedem Fest unseren Teamgedanken leben.

 

Liebe Grüsse

Florian

Berner-Jurassisches Schwingfest Orvin

Bild: Corinne Burren
Bild: Corinne Burren

Etwas glücklicher Sieg

 

Nur wenige Fahrminuten entfernt von meinem Arbeitsort Magglingen wurde am letzten Sonntag das Berner Jurassische Schwingfest durchgeführt. Keine Frage also, dass ich dort nicht nur dabei sein wollte, sondern auch ein Wörtchen um den Sieg mitreden wollte. 

 

Aufgrund diverser krankheits- oder unfallbedingter Abmeldungen wurde das Teilnehmerfeld ein wenig dezimiert. Dies machte die Aufgabe für mich nicht unbedingt einfacher. Bereits im Anschwingen bekam ich dies zu spüren. Gegen Michael Moser fand ich leider kein Siegesrezept und musste ein Remis hinnehmen. 

 

Dank vier Siegen gegen Philipp Aellen, Adrian Gäggeler, Remo Schenkel und Dominik Binggeli konnte ich zwar den Anschluss an die Spitze wieder herstellen, doch fehlte mir ein viertel Punkt, um den Schlussgang bestreiten zu können. Den letzten Gang gegen Philipp Gehrig konnte ich schliesslich auch noch siegreich gestalten, womit ein Total von 58 Punkten auf meinem Notenblatt stand. Ich war also in derselben Situation, wie eine Woche zuvor an der Lenk. Dieses Mal standen sich Simon Anderegg und Lukas Renfer im Schlussgang gegenüber. Trotz intensivem Kampf gab es nach Ablauf von 12 Minuten keinen Sieger, weshalb ich den Festsieg erben durfte. Doch ich war nicht alleine. Mit Willy Graber und Ruedi Roschi gab es zwei weitere verdiente Sieger in Orvin. Dank meinem Nachnamen belegte ich den Rang 1a. Dazu hier ein Auszug aus dem Technischen Regulativ zu besagter Regel: 

 

Art. 15 Rangliste

Die Rangliste wird nach der erhaltenen Punktzahl erstellt. Bei gleicher

Punktzahl sind für die Reihenfolge die Zeichen (+, -, 0), bei gleichen Zeichen das Alphabet massgebend. In Jahren mit gerader Endzahl wird dabei die Rangierung alphabetisch aufsteigend (beginnend mit A), in Jahren mit ungerader Endzahl alphabetisch absteigend

(beginnend mit Z) vorgenommen.

 

Ich gratuliere meinen beiden „Mitsiegern“, besonders Ruedi zu seinem ersten Kranzfestsieg! Ebenfalls möchte ich dem OK danken, welches wieder mal ein kleines aber sehr feines Fest auf die Beine gestellt hat. Zudem bedanke ich mich ganz herzlich bei der Einwohnergemeinde Leubringen/Magglingen sowie der Burgergemeinde Leubringen/Magglingen für die Spende des Stiers Philippe Linus.

 

Nun habe ich ein freies Wochenende vor mir. Ich versuche mich in dieser Zeit gut zu erholen, bevor es am Heimfest, dem Seeländischen in Dotzigen, wieder ernst gilt. Gegenüber dem letzten Sonntag muss ich sicherlich noch einen Zacken zulegen, weiss aber, dass ich auf dem richtigen Weg bin. 

 

Liebe Grüsse

Florian

Oberländisches Schwingfest Lenk

Bild: Rolf Eicher
Bild: Rolf Eicher

Zweiter Platz an der Lenk

 

Bereits am vergangenen Samstag reiste ich ins schöne Oberland. So konnte ich mich bestens akklimatisieren und hatte am Sonntagmorgen eine sehr kurze Anreise. Der erste Gang war aber überhaupt nicht kurz. Thomas Sempach und ich bestritten die vollen 6 Minuten Gangdauer ohne nennenswerte Aktionen und ich startete mit einem Gestellten in den Tag. Im zweiten Gang besiegte ich Andy Mösching mit einer Zehn, bevor ich vor dem Mittag die Punkte erneut mit Roman Sommer teilen musste. Somit standen zur Halbzeit die Chancen auf einen Spitzenplatz nicht sehr gut. 

 

Dank zwei Maximalnoten gegen Michael Weyermann und Andreas Schletti war ich nach fünf Gängen wieder in der erweiterten Spitze der Rangliste zu finden. Im letzten Gang erwartete mich der aufstrebende Mittelländer Fabian Staudenmann. Während den ersten paar Minuten hatten wir beide unsere Möglichkeiten, doch kurz vor Schluss konnte ich auch ihn platt bezwingen. Mit einem gestellten Schlussgang hätte ich nun sogar den Tagessieg erben können. Doch Curdin Orlik gewann das Fest sehr verdient und ich freute mich sehr über den zweiten Platz. Als besondere Erinnerung an diesen Tag durfte ich die Kuh Diana entgegen nehmen, welche mich auch in Zukunft noch an diesen schönen Tag erinnern wird. 

Neuenburger Kantonales Dombresson

Bild: Rolf Eicher
Bild: Rolf Eicher

8. Kranzfestsieg in Dombresson NE

 

Bereits zum dritten Mal durfte ich als Gast am Neuenburger Kantonalen Schwingfest teilnehmen. Nach dem Sieg im Jahre 2009 und dem Kranzgewinn im Jahre 2015, reiste ich mit guten Erinnerungen im Gepäck in Richtung Dombresson.

 

Im ersten Gang stand mir mit Pascal Piemontesi einer der stärksten Südwestschweizer gegenüber. Da dies unser erstes Duell war, wusste ich nicht so recht, was mich in diesem Kampf erwartet. Bereits im zweiten Zusammengreifen konnte ich den Gang am Boden zu meinen Gunsten entscheiden. Dieser Start in den Tag gab mir Mut und Zuversicht für die nächsten, nicht einfacheren Aufgaben. Nach zwei weiteren Siegen gegen Stéphane Haenni und Marc Guisolan, galt es sich zu erholen und bereits auf den Nachmittag zu fokussieren. Der Start in den Nachmittag gelang mir gut, konnte ich doch gegen Mikaël Matthey und Vincent Roch auch die Gänge 4 & 5 siegreich gestalten. Mit 49.75 Punkten qualifizierte ich mich für den Schlussgang, in welchem mir mit Lario Kramer ein junger und aufstrebender Südwestschweizer gegenüber stand. Auf Grund des Punktevorsprungs wusste ich, dass mir ein Gestellter zum Tagessieg reichen würde und konnte diesen Schlussgang gemächlich angehen. Nach einigen Minuten des Abtastens kam ich immer besser in den Gang und suchte vermehrt die Offensive. Nach rund 7 Minuten konnte ich Lario mit einem Inneren Haken bezwingen und so meinen insgesamt achten Kranzfestsieg feiern. Mit meiner gezeigten Leistung und dem insgesamt 84. Kranzgewinn bin ich sehr zufrieden. Nun gilt es sich gut vorzubereiten, um am kommenden Wochenende an der Lenk wiederum eine gute Leistung abrufen zu können.

 

Ich wünsche eine schöne Woche und freue mich schon jetzt auf den kommenden Sonntag.

 

Liebe Grüsse

Florian

Mittelländisches Habstetten

Bild: Rolf Eicher
Bild: Rolf Eicher

Die kalten und grauen Tage sind vorbei und auch die Inaktivität meiner Homepage gehört wieder der Vergangenheit an. Denn am letzten Sonntag startete ich in meine 15. Kranzfestsaison. Am Mittelländischen Schwingfest in Habstetten wartete im ersten Gang kein geringerer als Matthias Sempach auf mich. Im zarten Alter von 19 Jahren gelang es mir das erste und letzte Mal ihn an einem Wettkampf zu bezwingen. Ich fühlte mich aber leider an diesem sonnigen Vormittag nicht sicher genug und auch Mätthu wollte nichts riskieren. So trennten wir uns nach 6 Minuten ohne nennenswerte Züge. Noch vor der Mittagspause konnte ich Lukas Jäggi und Thomas Ramseier bezwingen und so den Anschluss an die Spitze wahren. Im vierten Gang war ich leider wieder zu wenig entschlossen und fand kein Rezept gegen Ruedi Roschi. Dank zwei Maximalnoten gegen Manuel Hasler und Adrian Klossner kam ich doch noch auf ein Punktetotal von 57.25 und klassierte mich im Rang 4b. 

 

Noch fühle ich mich nicht in Topform, werde aber alles daran setzten diese bereits am Neuenburger Kantonalen Schwingfest am 20. Mai abrufen zu können. 

Start in die Jubiläumssaison

Diesen Samstag eröffne ich am Lichtmessschwinget in Gais meine 15. Schwingsaison bei den Aktiven. Besonders freue ich mich auf die Teilnahme am Innerschweizerischen Schwingfest in Ruswil. Im vergangen Sommer verpasste ich es auf Grund einer Verletzung dort meine Kranzsammlung zu komplettieren. Auch hoffe ich, nach drei Jahren wieder auf dem Brünig starten zu können. 

 

Sicherlich werde ich noch an weiteren Regionalfesten im Kanton Bern teilnehmen. Dies werde ich aber je nach Saisonverlauf spontan entscheiden. 

 

Ich freue mich, Euch alle bald wieder auf den Schwingplätzen anzutreffen!

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